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Nachhaltigkeit

Die Deutschen haben 2011 pro Kopf 15,6 kg Fisch gegessen. Tiefkühlfisch ist bei deut-
schen Verbrauchern am beliebtesten, gefolgt von Fischkonserven und Marinaden sowie Frischfisch. Im Vergleich dazu aßen die Deutschen knapp 40 kg Schwein und 22 kg Rind.

Dabei zählt Fisch wegen seines hohen Proteingehalts und der lebenswichtigen Omega-3-Fettsäuren zu den gesündesten Lebensmitteln und liefert einen wichtigen Beitrag zu einer ausgewogenen Ernährung. Nahrungsexperten raten zu 2-3 Fischmahlzeiten pro Woche.


CO2 Fußabdruck

Als Hochseefischer setzen wir uns für eine nachhaltige Fischerei und ein wissenschaftlich fundiertes Management der Fischbestände in Europa und darüber hinaus ein. Dazu gehören unter anderem:

  • Langzeitmanagementpläne für die europäischen Fischbestände mit dem Ziel nach-
    haltiger Bewirtschaftung (MSY, siehe Infobox) bis 2015 bzw. 2020.
  • Eine intensivere fangtechnische Forschung um die Vermeidung von Rückwürfen
    (sog. "discard", siehe Infobox) weiter voranzutreiben.
  • Eine weitere Verringerung der Beifanganteile durch technologische Verbesserungen. Bei der pelagischen Fischerei liegt die Quote dadurch bereits heute bei unter 5 %.
  • Praxisorientierte Regelungen zu Anlandegeboten ("Discard-Verbot") mit Berücksichti-
    gung der Überlebensraten, Freistellung von Kleinmengen, Anrechnung auf Zielarten-
    quote und spezifische Problemlösungen (zum Beispiel für den Eberfisch bei der Holz-
    makrelen- und Makrelenfischerei).
  • Ein flexibles Quotenmanagement durch Quotentausch und starke Erzeugergemein-
    schaften gemäß der aktuellen deutscher Praxis.
  • Eine weitere Ausbreitung des Nachhaltigkeitssiegel MSC für möglichst viele Fischarten. Die deutsche Hochseefischerei hat bereits seine Heringsfischerei in der Nordsee und norwegischen Gewässer sowie die Seelachs-, Kabeljau- und Schellfischfischerei in der Nordsee, bei Spitzbergen und in norwegischen Gewässern MSC erfolgreich zertifizieren lassen.
  • Nachhaltige Drittlandsabkommen der EU, die sowohl die eigenen Fischereiinteressen als auch klar definierte entwicklungspolitische Ziele für die Drittländer berücksichtigen.
  • Eine Ausweitung der europäischen Regeln für nachhaltige Fischerei auf andere Ho-
    heitsgebiete zum Schutz vor illegaler Fischerei und Überfischung.


Infobox

Der höchstmögliche Dauerertrag (engl. Maximum sustainable yield, MSY) bezeichnet die optimale Fangmenge, die einem Fischbestand jährlich entnommen werden kann, ohne dass seine Fortpflanzungsfähigkeit in der Zukunft gefährdet ist.

Als Beifang werden diejenigen Fische bezeichnet, die neben dem ursprünglichen Fang-
ziel mit im Netz landen. Beifänge an unerwünschten oder untermaßigen Fischen, die wieder über Bord geworfen werden, bezeichnet man als Rückwurf (engl. "discard").

MSC
steht für den englischen Namen "Marine Stewardship Council". Der MSC ist eine unabhängige Organisation, die 1997 vom WWF und dem Lebensmittelkonzern Unilever gegründet wurde um verantwortungsvolle Fischfangpraktiken zu fördern. Unter Berück-
sichtigung verschiedener Kriterien können nachhaltig arbeitende Fischereien das MSC-Siegel erhalten. Konsumenten erhalten dadurch Gewissheit, dass der von ihnen gekauf-
te Fisch aus einer umweltverträglich arbeitenden Fischerei stammt. Im Jahre 2012 kamen 44 % der Anlandungen der deutschen Hochseefischerei aus öko-zertifizierten Fischereien.

Der Europäische Fischereifonds (EFF) bewilligt finanzielle Unterstützung um eine nach-
haltige Bewirtschaftung der Meeresressourcen zu gewährleisten. Auf Deutschland ent-
fallen 3,6 % der Mittel.

Auf der Webseite "Fischbestände online" finden Sie weitergehende Informationen über den Zustand der Fischbestände weltweit. Die Daten werden vom unabhängigen Thünen-Institut zusammengetragen und jährlich aktualisiert. Der Deutsche Hochsee-
fischerei-Verband e.V. finanziert für die nächsten 3 Jahre die Pflege und Weiterent-
wicklung der Datenbank mit.

Fischexporte

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